InfoCenter – Kulturwirtschaft

Haydn-Jahr: Kulturwirtschaftliche Wertschöpfung exemplarisch erfasst
Feb 3, 2010 - AKTUELLE NACHRICHT
Eine vom Burgenland Tourismus anlässlich des Haydn-Jahres 2009 in Auftrag gegebene Studie stellt erstmals umfassend die Wertschöpfungseffekte des Kulturbereichs im österreichischen Bundesland dar.
Österreich- und europaweit wurde erstmalig die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Kultur mittels eines so genannten „Satellitenkontos Kultur" quantifiziert.
Durchgeführt wurde die Studie vom Economic & Social Research Center mit Sitz in Eisenstadt und Wien. Dabei wurden unmittelbar durch kulturelle Aktivitäten bei den verschiedenen Wirtschaftszweigen ausgelöste wirtschaftliche Effekte, wie Bruttowertschöpfung, Bruttoproduktionswert und Beschäftigung, erfasst. Über den unmittelbaren Kulturbereich hinaus wurden dazu auch Branchen wie z.B. Herstellung von Musikinstrumenten, Verlagswesen, Werbung oder Ausbildung berücksichtigt.
Aus dem gesamten Kulturnetzwerk werden im Burgenland jährlich 333 Millionen Euro an Wertschöpfung erzielt, einschließlich der multiplikativen Effekte ergeben sich sogar über 417 Millionen Euro. Mit einem direkten Wertschöpfungseffekt in Höhe von 62,27 Millionen Euro und einem totalen Effekt von 79,51 Millionen Euro profitieren die unternehmensbezogenen Dienstleistungen und das Beherbergungs- und Gaststättenwesen mit einem Gesamteffekt von 62,32 Millionen Euro mit am stärksten von den kulturellen Aktivitäten im Burgenland.
Jeder 9. Arbeitsplatz im Burgenland hängt damit direkt oder indirekt von der Kulturwirtschaft ab. In Arbeitsplätzen sind das immerhin 7.500, mit indirekten Beschäftigungseffekten rund 9.750 Arbeitsplätze.
Der rein auf das Haydn-Jahr zurückzuführende Effekt im Burgenland beträgt 78,2 Millionen Euro an Bruttowertschöpfung, was einem Wertschöpfungsplus im Kulturbereich von 18,8% entspricht.